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Fragen und Antworten zum Weihnachtsbaum

Wo kommen die Bäume her?                       

Die Bäume kommen heutzutage zu über 95% aus Plantagen. Die Plantagen sind hauptsächlich auf landwirtschaftlichen Flächen und in den meisten Punkten der Landwirtschaft gleich zu stellen. Deshalb spricht man auch von einer Weihnachtsbaumernte.

 

Wo sind diese Plantagen?     

Weihnachtsbaumplantagen gibt es in fast ganz Deutschland. Das größte Produktionsgebiet in Deutschland ist aber das Sauerland. Die meisten importierten Bäume, vorwiegend Nordmann-Tannen, kommen aus Dänemark.

 

Wie alt ist der Baum?                      

Eine ca. 2 m große Nordmann-Tannen ist ca 10 bis 11 Jahre alt. Im Regelfall stand die Pflanze die ersten drei Jahre in einer Baumschule und wurde dann in die Plantage verpflanzt.

 

Einen so alten Baum dann für nur 14 Tage?          

Ja! Weil die Produktion ökonomisch und ökologisch sehr sinnvoll ist.

 

Wieso ökonomisch sinnvoll?

Z. B. werden Arbeitsplätze geschaffen. Der Arbeitsaufwand auf einem Hektar Weihnachtsbaumkultur beträgt jährlich ca. 80 Stunden. Zum Vergleich sind es bei der normalen Landwirtschaft nur rund 5 - 10 Stunden. Aber auch Baumschulen als Lieferanten von Jungpflanzen profitieren mit der Weihnachtsbaumproduktion.

 

Und wieso ökologisch sinnvoll?       

Alleine schon als Sauerstoffproduzent ist eine Weihnachtsbaumplantage sehr wertvoll. Außerdem kann sich auf der Fläche, bedingt durch die lange Produktionszeit, eine Fauna und Flora entwickeln, wie es bei normalem Ackerbau durch den ständigen Umbruch (Pflügen), nicht möglich wäre. Im Übrigen zeigen Studien, dass ein natürlicher Weihnachtsbaum bei der Produktion um ein Vielfaches umweltfreundlicher als ein künstlicher Baum ist.

 

Wird dann auch nicht gespritzt?     

Um die Plantagen vor einer Verunkrautung zu schützen, reichen bei gezieltem Einsatz geringe Mengen Pflanzenschutzmittel. Grundsätzlich dürfen nur Mittel eingesetzt werden, die auch für die herkömmliche Land- und Forstwirtschaft zugelassen sind. Mehr und mehr setzen sich auch alternative Methoden durch (z.B. Unkrautbekämpfung durch Schafe, die das Unkraut fressen).

 

Ist der Baum nadelfest?       

Grundsätzlich gilt die Nordmann-Tannen als nadelfest. Ihre Nadeln haben eine Lebenserwartung von 6-7 Jahren. Ältere, innen liegende Nadeln wirft der Baum ab. Dies darf dann nicht mit dem sehr seltenen Auftreten von Abfallen junger, äußerer Nadeln, was dann ein tatsächliches „Nadeln des Baumes“ wäre, verwechselt werden.

 

Wie soll ich den Baum nach dem Kauf lagern?      

So lange der Baum keine Feuchtigkeit verliert, bleibt er ohne Probleme auch über einen längeren Zeitraum frisch. Deshalb reicht es, wenn der Baum kühl, möglichst sonnen- und windgeschützt im Netz gelagert wird.

 

Soll der Baum dann in’s Wasser, wenn er aufgestellt wird?                     

Ist nicht unbedingt nötig, aber bei einem warmen oder sonnigen Standort vorteilhaft. Es kommt auch darauf an, wie lange der Baum stehen soll. Damit aber der Baum das Wasser aufnehmen kann, müssen ca. 3 cm vom Stamm frisch abgeschnitten werden.

 

Wie entsorge ich den Baum nach dem Fest am besten?     

Die Möglichkeiten sind regional verschieden. Deshalb kann leider keine pauschale Aussage getroffen werden. Zu bevorzugen ist es aber, den Baum einer Kompostierung zuzuführen. Der Baum sollte dann aber unbedingt vollständig abgeschmückt sein.

 

Kann ein Topfbaum in den Garten gepflanzt werden?     

Sofern der Weihnachtsbaum topfgewachsen ist, kann er unbedenklich in den Garten gepflanzt werden. Handelt es sich um einen topfgedrückten Weihnachtsbaum, ist bei diesem Baum im Topf das Wurzelwerk stark beschnitten. Daher kann keine Anwuchsgarantie gegeben werden.

 

Woher hat die Nordmann-Tannen ihren Namen?  

Die Nordmann-Tannen ist nach dem Finnischen Botaniker Alexander von Nordmann (1803-1866) benannt, der sie im Jahre 1838 im Kaukasus entdeckt hat.

 

Welche Tradition hat der Weihnachtsbaum?   

Die Tradition des Weihnachtsbaumes ist ca. 400 Jahre alt und hat ihren Ursprung in den heidnischen Sitten der Mittwinterzeit. Dabei wurden grüne Zweige ins Haus geholt, um Dämonen zu vertreiben, das Frühjahr zu bringen und die Fruchtbarkeit zu fördern. In der Biedermeierzeit wird der Weihnachtsbaum bei gut-bürgerlichen Familien zum Mittelpunkt des Weihnachtsfestes. 1882 wird über den ersten mit elektrischem Licht beleuchteten Baum berichtet. Heute stellen 90% der deutschen Haushalte mit mehr als drei Personen einen Weihnachtsbaum auf.